als wenn übermäßige hitze nicht reichen würde. da mag ich ja kaum bloggen, weil einem schon beim bloßen denken und existieren die suppe läuft. meine finger saugen sich schon wie tentakeln an den tasten fest, sodass es ein kraftakt ist, sie wieder loszulösen, um auch mal andere tasten zu betätigen. mangels schlaffähigkeit bei temperaturen, wie sie nur in hochöfen der eisenerzessen vorherrschen, ist auch das leistungsvermögen meiner grauen masse und des darum befindlichen lebens- und bewegungsapparates stark beeinträchtigt. kurzum: schaltet mal jemand die heizung aus?!?!? selbst für hunde und schweine ist das wetter eine beleidigung. einzig kälber in form von fleischlagen am spieß haben ihre freude daran — denen ist es doch egal, ob sie sich stundenlang am grill drehen oder eher später als früher im magen eines schweißgebadeten humanoidenkloß verschwinden.

ich habe ja schon von jeher andere vorstellungen von einer gemäßigten klimazone gehabt. die ist aber entgegen der realen ausformung eher utopisch. tropisch kam da jedenfalls nicht vor. doch das ist ja unserer erde egal, und der sonne erstmal!

so begnügen wir uns hier in der WG mit dem folgenden hobby: nach dem aufstehen, die triefende kleidung (sofern man welche anhatte[01] ) in die waschmaschine stopfen, waschen lassen, währenddessen duschen gehen, frische kleidung anziehen, danach — wenn die maschine fertig ist und man selbst wieder schweißgebadet — frische (und noch feuchte) wäsche rausnehmen, kurz in die sonne halten und kleidung wechseln. dann kann das spiel von neuem beginnen. es macht unheimlich spaß, und wir nehmen gern wetten entgegen, um wieviel zeit man diesen zyklus verkürzen kann.

ich toppe es mit handwäsche, weil schneller und kürzer. dabei ist man auch schneller und stärker durchgeweicht. die schwülwarme luft um einen herum tut ihr übriges.

nein, ich habe nix gegen sonne. nix effektives jedenfalls. und solange sie mich nicht belästigt, ist auch alles in ordnung. nein, ich freue mich nicht, dass wir “endlich” sommer haben, weil ich frühling viel lieber habe, so mit konstanten 20 grad celsius am tag und in der nacht auch weniger, damit mensch sich auch aklimatisieren kann. die einzige strahlung, die ich jetzt anstandslos akzeptiere, ist das emittierte licht meines tft-monitors. ist auch weniger krebsfördernd. braun wollte ich schon seit 1933 nicht mehr werden.[02] und wenn ich so meine pflanzen auf dem fensterbrett beschaue, dann sieht es so aus, als wenn sie mir in jeglicher hinsicht beipflichten möchten.

und obwohl laut horoskop mein element das feuer ist, so ist doch mein planet und zeichen der mars. wie ihr bekanntlich wisst, herrschen da ganz andere temperaturen vor. das maximum liegt bei gerade einmal 27 °C![03] das erreicht unser thermometer schon am vormittag. na lieben dank!

achja, wie übersteht ihr eigentlich die tage des feuers?

  1. ich bevorzuge mittlerweile die sparsamste bekleidung, oder schlafe nackt. []
  2. ab ‘45 war braun aber immer noch nicht chic, im gegenteil. ich halt es wie mit der zeit vom mittelalter bis zur renaissance, da war blass ja auch schon mode, glaubt mir, das kommt wieder! []
  3. auf der erde sind es sagenhafte 58! []

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