kulturgut [0]

22:20 uhr

[...]

Mephistopheles.
Ein Theil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

Faust.
Was ist mit diesem Räthselwort gemeynt?

Mephistopheles.
Ich bin der Geist der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles was entsteht
Ist werth daß es zu Grunde geht;

Drum besser wär’s daß nichts entstünde.
So ist denn alles was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

quelle: wikisource | Faust - Der Tragödie erster Teil, J. W. von Goethe, Cotta 1808

passend dazu:
2008dash05dash11


mein bulle streikt! [0]

23:16 uhr

und zwar auf seine ganz eigene weise.

er verträgt offenbar das freie und kostenlose gras nicht, will sich auch nicht unter die selbst gezimmerte bestallung stellen.

viel mehr beschleicht mich das gefühl, er ist alt und senil. so muss ich meinem störrischen vieh erst einmal eine behausung mit fenster geben.

doch nicht mehr für lange. bald will ich mich dem chirurgen-selbststudium hingeben und mir mal das innere des bullens anschauen. sicherlich sind da einige organe nicht mehr so am funktionieren wie sie sollen.

nun brauch ich aber erst einmal einen organspender für meinen altersschwachen stier…


passend dazu:
verschlagwortet mit: , , , , , , , ,
2008dash04dash28


ich bin kein EI, aber ‘n ID… [1]

13:11 uhr

Egoload - Innovativer Denker

statt ostern feiert mein innerstes lieber die identifikation, oder so ähnlich…

zur egoland-ID.

meine bessere hälfte passt auch zu mir, eben genau zur hälfte. wahnsinn, was für eine erkenntnis. ^^

dennoch ist das alles recht interessant, zumal echt vieles zutrifft - im groben halt. nach den vier kriterien lassen sich natürlich nicht die vielen kleinen facetten eines menschen kategorisieren, eben nur das allgemeine gesamtbild. aber das ist dann schon stimmig. jedenfalls bei mir und meiner besseren hälfte.

am besten sind ja die weiteren linktipps, wie filme, events und so, da sind ja mal ganz interessante dinge drin.

selbst könnt ihr den test auch machen, einfach hier starten.

via: r|ob


passend dazu:
verschlagwortet mit: , , , , ,
2008dash03dash20


klein, gelb und zackiger schnitt [0]

20:57 uhr

hmm, lisa bin ich? seltsam seltsam… steckt also doch ein wenig frau in mir. *hrrhrrhrrr*

I'm just like Lisa!
I’m Lisa, who are you? by NoHomers.net

aber auch ich wäre lieber gern jemand anderer, zB burns, marge oder eine katze…

wobei, so ein wenig habe ich ja was von ihr, diese weltverbesserischen ansichten und so und überhaupt. eigentlich ein putziger simpsons-charakter.

via nerdcore

verschlagwortet mit: , , , ,
2008dash03dash14


! [0]

06:03 uhr

notiz - dont smoke and blog

notiz an mich: entweder einhändig genauso gut und so schnell schreiben wie mit zweien - oder luftdichte brille aufsetzen…


passend dazu:
verschlagwortet mit: , ,
2008dash02dash12


erinnerungen [3]

18:27 uhr

todestag-papa

schon drei jahre ist es her…

ich wusste, dass der tag heranrückt, aber man kann sich ja immer gut mit allem möglichen ablenken. dank google wird man dennoch an tage erinnert. an tage, an die man sich nicht unbedingt erinnern möchte, nicht gerne jedenfalls. aber auch tage, die man nie vergessen sollte, nicht darf!

es ist mehr als nur einfach ein tag eines verstorbenen. es ist eine mahnung daran, wie schlecht die welt sein kann, wie ungerecht, wie böse.

seine zeit war noch nicht gekommen, man hat sie ihm einfach gestohlen. ohne grund.

und ich frage heute noch: warum?!?


passend dazu:
verschlagwortet mit: , ,
2008dash02dash11


ZEITNAH! [0]

17:39 uhr

wie gruselig ist doch dieser ausdruck, der uns in der heutigen zeit immer öfter begegnet. woher ist er eigentlich gekommen?

tja, meine bisherige recherche hat nur einen guten zwiebelfisch-artikel zu tage gefördert. dort wird beschrieben, dass der begriff zeitnah wohl ursprünglich im wirtschafts- und banksektor zu hause war. schade, dass er da nicht geblieben ist und irgendwann vor einsamkeit gestorben ist.

den durchbruch hatte das wort aber wohl durch unseren ehemaligen berliner bürgermeister eberhard diepgen, ziemlich zeitnah mit der jahrtausendwende, nämlich 2001 (wir erinnern uns auch an die diskussion, wann die wende war - ja, der christ hat wohl kaum ein jahr NULL gehabt, von daher ist das alte jahrtausend auch erst mit ablauf des jahres 2000 beendet worden, aber das ist nun ein ganz anderes thema, welches (wenn man zeit hat) später betrachten kann).

so schlich sich also das wort auch in die politik und damit eben in die ganze gesellschaft ein, denn niemand bleibt davon verschont. ein jeder erledigt und dinge nicht mehr jetzt, gleich, später oder irgendwann, nein, es wird alles recht zeitnah vollzogen.

ja, wie nahe ist uns denn die zeit, die, die man nicht zu fassen bekommt, die uns unaufhörlich von dannen rinnt? kann etwas denn überhaupt nahe der zeit sein?

ich finde den begriff zeit an sich schon recht ausgelutscht. zu oft wird auch davon gesprochen, dass man ja nie zeit hätte für dieses oder jenes.

sicher hat das schon jeder von euch erlebt: ihr fragt einen bekannten oder freund, ob der denn sich mal wieder mit einem treffen möchte. statt einer plausiblen antwort, die wahr ist, ehrlich gemeint ist und einfach auch höflich genug ist, bekommt man nur so ne floskel wie “ich hab keine zeit!”. danke und tschüss!

ich frage ja nicht einmal, ob wir uns zeitnah treffen könnten, nein, ob wir uns überhaupt treffen können. nö, hab keine zeit. will ich das wissen?

und wenn wir ganz ehrlich sind, solche sätze sind doch nur ausreden; bloß nicht sagen, dass man einfach keine lust und laune hat. an zeit mangelt es dem deutschen doch eigentlich nicht. und wenn wir fragen, dann sicher mit der kenntnis, dass unser gegenüber sicher einmal einen moment seiner kostbaren freizeit mit uns zu verbringen. wir sind gesellschaftsmonster, wir brauchen andere wesen wie die unsrigen, um uns nicht ganz so allein zu fühlen.

ich gebe mit größte mühe, das wort zeit so wenig wie möglich zu verwenden. am besten gar nicht. ist öde und überstrapaziert.
wie meinte herr sick, es gibt sprachen, in denen das wort gar nicht vorkommt? schön, ich will sie lernen, sicher habe ich dafür bald einmal… nunja, was denn eigentlich? zeit?

ist schon komisch, wir leben so sehr in diesen strukturen, in denen der ablauf des tages, des jahres und eben allen ablaufs in takten festgehalten werden. so selten haben wir die möglichkeit aus unseren mustern des zeit-denkens auszubrechen.

ist das der preis der westlichen kultur? damit werde ich mich wohl zeitnah beschäftigen… *schüttel*


passend dazu:
verschlagwortet mit: , , , ,
2008dash01dash22


[dialog] [0]

04:44 uhr

mein laster soll dein schaden nicht sein,
meine schuld nicht dein verderben.

mein begehren soll dein glücke sein,
meine liebe dein erlösen.

meine wut soll dich bekümmern,
mein hass aber dir immer eine lehre sein.


passend dazu:
verschlagwortet mit: , , , ,
2008dash01dash10


[monolog: grünes feuer] [0]

12:17 uhr

ein kleiner strahl
die scheibe sich erhebt
alles erhellt
weiter in die höhe strebt

grünes sprießt
blütentupfer farben malen
vogelgesänge überall
die finken einander prahlen

ein quell
zum kleinen bach sich formend
immer weiter wächst und quillt und fließt
zum großen reißend fluß anschwillt stürmisch mitreißend was nicht hält

zum
meer hinspült

ein hauch
eines schmetterlingschlages gleich
als wind die bäume streift und berge schleift
um als stürmender monsun über die wälder und lande zu zieh’n zu zerstör’n

altes
gehölz getier

ein licht
anfangs nur ein schimmer
wärme spendend seine bahn erwandert
bis zum zenit immer klarer immer heller immer heißer brennt sie hernieder
die lebensspendende und auch lebenssaugende feuerscheibe zu begehren und verzehren

alles
lebendige

lebe!


passend dazu:
verschlagwortet mit: , , , ,
2008dash01dash09