.kommentiert:

ein monat noch…

…mich gruselt’s schon - und es werden wieder mehr leute daran denken als mir lieb ist.

warum kann ich auch nicht meine klappe halten, wenn ich gefragt werde? wieso nicht einfach sagen, dass ich gar nicht geboren wurde, sondern einfach da war und mich nicht mehr daran erinnere, wann das war. das wär’ so schön und einfach und gut.

ich will doch nur in ruhe altern, mit meiner besseren hälfte an meiner seite - mehr nicht.

.kommentiert:

meinungen zum streik

…der bvg gibt es auch schon.

der beste - empfohlen vom batz - ist der von DasNuf.

ich glaube, was streiks betrifft, bin wohl nicht nur ich hoffnungslos romantisch:

Quasi das Gegenteil des BVG-Streiks, den ich für absolut unzumutbar halte. Zumal ich finde, jeder der streikt indem er nach Hause geht, der sollte aus der Gewerkschaft fliegen.*

Ich will Engagement und Aufopferung sehen! Streikposten an jedem U-Bahn-Ausgang. Ich will Plakate, Parolen, Banderolen, Forderungen auf nackten Körpern, auf Papier! Ich will sehen wie sich Protestierende an die Tram-Schienen ketten. Ich will Lärm, Getose und Gebrüll! Polizei, Unruhen und Presse und nicht dieses unsägliche, lediglich für ca. 2 Millionen Einwohner lästige Verhalten.

Streiken und nach Hause gehen, um sich da zwischen den Zehen zu pulen und 12% mehr Lohn durch Gewerkschaftssprecher fordern, das ist doch eine Farce!

quelle: http://www.dasnuf.de/grosstadt/schamt-euch/
* hervorhebung von mir

danke, nuf, das hätte ich mir auch gewünscht. is’ aber leider nich’, wegen schlechtwetter oder so…

.kommentiert:

das log!

das blog

AKTION FÜR BESSERE* ARTIKEL!

ganz einfach und simpel! warum? siehe hier

etymologisch ist “das blog” ebenso sinnvoller als alle anderen missbrauchsversuche.

erklären werde ich es euch nicht, nur einen recherche-guide zum nachlesen und selber denken:

danke wiktionary! ihr seht “Blog” auch als sächlich an (wenngleich die nautischen begriffe gänzlich fehlen…).

so, jetzt habe ich endlich auch mal meinen senf zu dieser wortdiskussion beigetragen!!!


*) wombel-manni, besser stimmt hier gar nicht mal so sehr, ich muss korrigieren: richtige sollte da eher stehen!

.kommentiert:

bu-vi-so-co

jaja, auch ich habe mir das spektakel “bundesvision song contest” angetan. und ich bin gar nicht mal so traurig, was das musikalische betrifft zumindest.

vorab: der sieger war subway to sally aus brandenburg mit dem titel “auf kiel”. klar, ein wenig stolz bin ich darauf, bin immerhin gebürtiger brandenburger und berlin hat einfach auch mal die falsche band zum contest hingeschickt. oder culcha candela hat einfach das falsche lied präsentiert. ich weiß es nicht, es war peinlich in meinen augen.

es war ohnehin gemischt, was da so lief. zu sagen wir mal ca. 33 % war in meinen augen vernünftig. es wird etwas rockiger in deutschland, dass es deutscher geworden ist, fiel mir schon früher auf. und für den vertreter unserer nation ist es wohl nicht verkehrt, wenn er auch unsere sprache vertritt. damals beim grand prix war es schon irgendwie gang und gäbe, aber als es in den ESC umgetauft wurde, schwand schon bei vielen nationen die sicherheit bezüglich ihrer muttersprache und mensch berief sich auf international leicht verständlichen kauderwelsch in englisch.

meine weiteren favoriten waren noch: panik (ehemals nevada tan) und gerade so am rande noch peilomat. gut, jenny rostock fand ich auch nicht so verkehrt. hatte irgendwie ‘nen touch von nina hagen. vielleicht die kleine schwester oder so. witzig jedenfalls.

gänzlich anders sieht es da popkulturjunkie, der eher andere musik bevorzugt. er hat aber eben live gebloggt und jene, die dieses ereignis nicht gesehen haben, können dort quasi nachlesen, was passierte. achtung, von unten nach oben lesen!

auch spiegel online hat berichtet, sieht aber alles kritischer und ziemlich schwarz. gespaltene nation, ost gegen west, nord gegen süd, kleinstaaterei und so weiter und so fort, so lautet das fazit aus dem artikel.

klar, einen großen kritikpunkt sehe ich auch, ist mir beim voting schon schwer aufgestoßen und beim auszählen der punkte noch mehr. mensch hätte nicht das eigene bundesland mit punkten hochjubeln dürfen. war doch klar, dass (fast) alle länder sich selbst die 12 punkte zuschustert. das hätte es nicht geben dürfen… das zog den wettbewerb unnötig ins lächerliche. nur ein land hat da eine ausnahme gemacht, es war NRW, aber die sisters waren in meinen augen auch nicht so der hit. (berlin hätte sich auch nie und nimmer 12 oder mehr als 5 punkte gar geben dürfen, es war halt grottig!!!)

vielleicht wird raab beim kommenden contest nächstes jahr das voting grundlegend überdenken und verändern. so kann es nicht wirklich weitergehen.

mein eigenes fazit: musikalisch teilweise interessant, vom 12-punkte-dilemma mal abgesehen auch ein spannende punktevergabe. interessanter weise hatten ja chlusoe und subway to sally nix wirklich gemeinsames, lieferten sich aber eben ein kopf-an-kopf-rennen.

ich finde, der gewinner ist ein würdiger vertreter, sie singen deutsch, es ist was rockiges und nicht so langweilig verschmuster kram. und schlechter als die bisherigen kandidaten für den grand prix/ESC sind sie gewiss nicht. hoffen wir mal, dass sie uns dann auch einen vernünftigen platz ergattern…

.kommentiert:

Quinquesententia

*** pars 1 ***

I.

Verlorene Liebe, verlorenes Glück;

Verlorenes Leben.

Lethargie befällt mein Herz.

Unfähig, etwas dagegen zu tun.

Wofür lebe ich? Warum?

II.

Die Antwort entfernt tausend Stück.

Sinnloses Streben.

Geist erfüllt vom Schmerz.

Und doch nicht soweit zum Ruh’n.

Ich will und kann nicht mehr und muss darum.

III.

Mein Körper eine Hüll’ mit Tück’;

Zum Handeln eben.

Ohne Wille fließt mein Erz.

Und will doch nach dem Willen eig’ner Run’.

Die Zeit, sie läuft davon - geht um.

Mephistopheles.

So genieß’ das Leben - eben drum!

*** pars 2 ***

I.

Ich muss mein “Leben” umstellen.

Die Liebe geht an mir vorbei.

Eremitenhaftes “Leben” fristen.

Ideologische Befangenheit.

Die Religion steht an erster Stelle.

II.

Keiner kann sich zu mir gesellen.

Hass anderer ist mir - jetzt - einerlei.

Erwähnt auf des Gevattern Listen.

Doch zum Holen ist zu früh die Zeit.

So muss ich “leben” auf der Schwelle.

III.

Wozu warte ich und geh’ nicht zur Hellen?

Die Welt der Phantasie und Malerei!

Wann werde ich gebracht zu den ander’n Kisten?

Ich suche Ruhe und Sorglosigkeit.

Wann kommt sie, die Nexus-Welle?

Mephistopheles.

Das Fegefeuer ist schon zur Stelle, auf die Schnelle!

*** pars 3 ***

I.

Was soll ich machen?

Bin gefangen im eigenen Netz.

Soll ich mich der Betörung hingeben?

Oder nach “Possiblien” suchen?

Ich weiß es nicht!

II.

Zum Weinen und Lachen!

Ist mir zumute in dieser Hetz.

Fragen stehen Rätseln neben.

Könnte mich dafür selbst verfluchen.

Oh, rotes Schattengesicht!

III.

Verschluckt hat mich der Schicksalsrachen.

Die Zähne reißen mich in Fetz’.

Im Traum find’ ich mich unter gold’nen Reben.

Bin gehüllt in blauen und roten Tuchen.

Auf der Suche nach Wahrheit, Gottes Licht.

Mephistopheles.

Willst du, dass dein Geist mit den Gesetzen bricht?

Wenn ja, - so sei’s gewiss - bist du ein Wicht!

Komm’ zu mir, mein Bruder; vergiss’ mich nicht.

Denn da, auf der Erde, der Lügenschleier so dicht.

Und nur hier “unten” ist des Wahrheits Gericht!

.kommentiert:

Der böse böse Mann ist da!

Der böse böse Mann ist da,
Der böse Mann, des Teufels Sohn.

Verliebt euch in dies’ Wesen nicht,
Sonst ist der Schmerz der einz’ge Lohn.

Die düster-schwarze Seel’ ist da,
die Höllenbrut, des Teufels Sohn.

Nur hassen dürft ihr solchen Geist,
Doch lachen wird er euch zum Hohn.

Der Todesengel, voll Wut und Zorn,
der Seelenräuber, des Teufels Sohn.

.kommentiert:

(rot)

 


       ~ I ~         

Ich bin allein - um-
geben von Freunden,
die mir doch bekannt
- jeder ein Frage-
zeichen auf einer
Karteikarte mit Daten
- die sagt nichts;
nicht, wie ein Mensch
ist.                 

       *******       

Nicht aus Furcht bin
ich verschlossen -
sondern aus Miss-
trauen - denn sie
sind wie dunkle
Schwarze Löcher:
saugen alles auf, was
ich gebe - in Händen
halte, bis sie mich
hineinziehen - und
der Augenblick ins
NICHTS dehnt sich ins
Unendliche - so dau-
ert ein Tag des Todes
ewig.                

Woher weiß ich, ob
die Sterne nicht lü-
gen? versprechen mir
das Blaue vom Himmel
- obwohl es dunkel
ist - und sind die
Sterne weit vonein-
ander, dass viel
Platz dazwischen -
für
Schwarze Löcher...   

Ist mein Freund nicht
ein Schattenfreund?
mein Feind - ein
Engel der Erlösung?
Beide Gesandte des
Untergrundes -
HÖLLE!
Die Tore des Hades
öffnen sich für je-
den, der hineingeht -
auch für mich - der
Pfad dorthin so
schmal, dass ich
nicht umkehren kann -
außerdem stehen
Schatten hinter mir -
leiten mich auf dem
Weg - dem richtigen. 

Und dann bin ich drin
- für immer - Das Tor
ist groß - ein Spitz-
bogen wie gotischer
Bau - das Kirchen-
portal...
nur VERSUCHT das
Licht einzudringen -
doch an der Schwelle
weicht es - den Weg
ins Dunkel geht man
nicht nur einmal -
man geht ihn immer -
allein.              

      ~ II ~         

Das Tor schließt sich
- die Schatten hinter
mir schreien - ver-
sprechen das Heilige,
an das ich doch nicht
glaube - glauben will
- doch sie meinen:
beschwatzen sie mich
lange genug, so glau-
be ich es doch - die
Menschenseele ist
schwach...           

Bin ich noch ein
Mensch? wann nicht?
wann war ich einer?
war ich überhaupt?
Im Inneren ist es
dunkel, aber die
Feuer brennen - es
ist heiß, aber die
Flammen sind kalt -
EISFEUER.            

      ~ III ~        

Ich weiß nicht - es
schmerzt - ob es kalt
ist oder heiß - kein
Gefühl - es ist keine
wohlige Wärme, wie
man sie verspürt am
knisternden Kamin -
der Winter der Wüste,
der Sommer des
Nordens...           

HEULEN
   STÖHNEN
      SCHREIE
        ...überall...

Grausames Tatwerk des
Lebens - und alle ha-
ben sie es verdient -
haben es nicht, doch
aber ICH!
Selbst der Geköpfte
zeigt mit dem Finger
auf mich, stiert aus
dem abgehackten Kopf
und brüllt Flüche
über mich - sie ALLE
müssen es wissen.    

Ich höre Stimmen -
sie klagen mich an:
WARUM? -
Ich weiß es nicht... 

Nur der Gottvater in
der Unterwelt ist der
Wahrheit nah. Er weiß
auch: Wer bin ich?
Die Antwort - erhält
jeder nur, wenn er
fragt: Wer war ich?
Erkenntnis geht über
Tod.                 

       *******       

"Ich bin gekommen,
um zu gehen. Ich bin
geboren, um zu ster-
ben. Allein..."      

LVXETOBSCVRITAS-EGOSV
M-EGOREQVIESCO,NAMEGO
SVMDEVS,ERGOABSOLVTVS
QVEÆTERNVS.          

EGOSOLVMSVM,SECVMVIVO

"OMNESIGNICREMANT"
IGNIPOTENSDICIT.     

EGOINOMNETEMPVSERONAM
SVMMORTVVSITAQVEANIMV
SMEVSTERRESTRISTÆTERN
VSSANCTEVIVIT.       

    [CSG-I-IV-MM]    

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re:publica 09 - 1. bis 3. april 2009 in berlin!