bloggerhabitus zu hundert [0]

14:21 uhr

das erste event mit statistikcharakter ist vollzogen und ausgewertet worden. es ging um die blogparade “So blogge ich! - Wie bloggt ihr?” von webmasterwatchblog, ich habe ja auch daran teilgenommen. und ich war einer von hundert. genau 100!

das hat für auswertungszwecke natürlich einfache dimensionen, so wünschte man sich sicherlich alle statistiken. so auf 100, 1.000, 1.000.000… naja, kann man sicher net immer ham, aber egal.

interessant war die auswertung dann schon, wenn auch wenig überraschend. (den link zur teilnehmerliste schenke ich mir dann mal, genauso wie ich mir die liste selbst schenke, denn wozu soll ich das machen? allet linkhuren hier!!! *hrrhrrhrrr*)

das die mehrheit der teilnehmer wordpress nutzt, war schon kaum verwunderlich. ist es doch halt das verbreiteste. interessant ist aber, dass wohl kaum einer eine wordpress.com-installation nutzt - oder ist das bei den 85% schon inbegriffen? überhaupt ist diese parade natürlich nicht wirklich exemplarisch genug. ich vermute nämlich, dass die wenigsten blogdienst-blogger wirklich so affin mit der technik sind, um sich wirklich auch für solche paraden zu interessieren. allgemein wäre hier wirklich mal erforschenswert, was für eine klientel diese dienstnutzer sind. klar, blogger, das weiß ich auch so. aber was unterscheidet sie von “uns”, von den eigeninstallationsbloggern?

achja, wo sind eigentlich zB die twoday.net-blogger? ich kenne ja mindestens 2 - 3, und in anderer leute blogrolle habe ich sicher auch schon häufiger diesen dienst entdeckt, aber hier tauchte keiner auf. hmm…

vielleicht muss man (vielleicht auch mal ich) mal eine spezielle blogparade genau zu diesem aspekt machen? wäre sicher auch mal interessant…


passend dazu:
verschlagwortet mit: , , ,
2008dash02dash06


schwarmintelligenz im netz [0]

22:08 uhr

hmm… erst vor kurzem ist mir das wort “schwarmintelligenz” im google reader untergekommen, hab aber den beitrag nicht wirklich dazu gelesen. egal.

heute mal wieder meine lieblingsfachzeitschrift geholt - und? wieder dieses wort, aber diesmal in bezug auf technik und software. war ja ganz interessant. spiele, simulationen und optimumsfindungen - dafür wird es genutzt oder soll es mal. die anwendungsgebiete sind da sehr vielfältig.

nunja, aber diese schwarmintelligenz gibt es wohl auch im internet. ein anderes schlagwort, welches mir dazu einfällt, ist meme (auch zu deutsch nur mem).

so mal grob betrachtet haben diese beiden dinge viel gemeinsam. oder anders ausgedrückt, gehen diese beiden hand in hand.

beispiel: blogger

und da lande ich wieder ganz oben beim beitrag, ich schaue im google reader meine feeds an. und stelle fest, dass seit einiger zeit gewisse themen immer wieder auftauchen, mal schneller schwimmen, mal langsamer, kurz abtauchen, um wenig später doch wieder hervorzuspringen.
zum einen wandert ein mem durch die (virtuelle) welt und verbreitet sich. zum anderen sieht man aber auch, dass der austausch und die kommunikation bei heißen themen die “intelligenz” fördern. oder anders ausgedrückt: der schwarm gibt die richtung vor. kein einzelner hat da wirklich die “macht”, etwas zu bestimmen, sondern die masse bewegt sich schon ganz automatisch in die “richtige” richtung.

irgendwie finde ich das faszinierend. spock lässt grüßen!


passend dazu:
2008dash01dash29


über den fluss, die quellen und den fluss der strömungen… [0]

18:05 uhr

tja, rivva hier, rivva da.

und warum gebe ich nicht eben auch noch meinen senf dazu. jaja, geil auf die hits, ich - sowieso. ist halt nur förderlich auf meinem egotrip.

aber mal zur sache: rivva.

ich finde rivva ja gar nicht mal so schlecht. ist in meinen augen so etwas wie eine metazeitung der blogs und aggregierfähigen medien. ja, rivva indiziert auch “nichtblogs”. ein wenig stört mich dieser aspekt ja schon, weil in den meisten fällen diese medien eben nur initialbeiträge liefern, in wenigen fällen sich mal auf andere beziehen. so ist es nicht verwunderlich, dass zB heise als leitmedium gilt.

denn seit neuestem kann man bei rivva die leitmedien einsehen. das system erfasst zwar diese liste intern schon lange, aber der entwickler hat sich nun gedacht, dass man diese liste eben auch öffentlich machen kann. einige scheint das nicht so sehr zu freuen, oder zumindest werden bedenken angemeldet, ich aber finde das gar nicht mal so schlimm, wenngleich ich auch kein leitmedium bin.

naja, im grunde verstehe ich mich auch gar nicht als solches, mir liegt es ja eher, andere zu kommentieren, meinen senf zu interessanten themen zu geben - wie eben diesem hier.

ich glaube, ich werde wohl höchstens - mit viel glück - einen unter tausend beiträgen haben, der initiator für eine diskussion im netz ist. nicht schlimm, ich kann damit leben.


passend dazu:
verschlagwortet mit: , , ,
2008dash01dash21


mediale schlammschlacht [3]

03:39 uhr

am anfang war das wort. und ich befand, dass das gut war.
und ich schuf weitere wörter, und fand, dass auch diese gut waren.
dann nahm ich die wörter in den duden auf, und wusste nicht so recht, ob das gut war.
dann schuf ich menschen, die mit den wörtern sprachen und schrieben, fand, dass das schon gar nicht mal so schlecht war.
doch dann schuf ich den journalisten - das war gar nicht gut!

den größten fehler beging ich aber, als ich zeitungen, radio, fernsehen, später presserat und kodex sowie journalisten- und verlagsverbände schuf…

so könnten gottes gedanken zu dem bisherigen verlauf von journalismus im www gelautet haben.

ich weiß nicht, ob ich jetzt einen fehler gemacht habe, als ich mir den aufgenommenen stream vom djv zu dieser podiumsdiskussion angeschaut habe - interessant und ernüchternd zugleich, freudig auf der einen seite, wütend aber auch auf der anderen. wieso? weil sich erwachsene männer schlimmer als kleine kinder benehmen: manchmal ist’s ja witzig, meist jedoch nur traurig ob der unfähigkeit zu kommunizieren.

das ist ganz klar herausgekommen dabei (zumindest für mich): beim journalismus geht es um kommunikation, und die beherrschen die vertreter dieser mitteilungsform scheinbar überhaupt nicht. ganz gleich ob sie aus einem verknöcherten printmediumsapparat kommen oder freigeistig durch die welt wandern.

wobei… blogger können sich besser ausdrücken, können ihre standpunkte auch viel besser und mit mehr leichtigkeit vertreten. liegt es an den sogenannten regeln der alten medienwelt, dass sich journalisten nicht mehr vernünftig auszudrücken wissen, es gar nicht mehr können, oder schlimmer noch: nicht mehr DÜRFEN???

eigentlich wollte ich mir das ja nicht antun, aber wie der mensch ja so ist: irgendwie sind wir alle masochisten auf der einen seite, auf der anderen ergötzen wir uns nur zu gern am leid anderer.

sympathie /antipathie-liste:

 

  • konken (djv) war am anfang echt langweilig, fast schon hätte ich gesagt, er sei ja harmlos, aber im verlauf wird man eines besseren belehrt - auch (und gerade) wenn man sich auf weiteren seiten im www über ihn informiert
  • jörges (vom stern) war mir mit abstand die ungeliebteste persönlichkeit in der runde; und diesen eindruck gewann ich auch ohne die olfaktorische bestätigung (hätt’ er mir gestunken? mir geht es eher um die wissenschaftliche weise, dass der mensch durch geruch ganz schnell seine beziehung zum gegenüber feststellt)  - überhaupt war er irgendwie… uneinsichtig und verbohrt, mal davon abgesehen, dass er ja über blogs nicht spricht…
  • das gespann konkes-jörges ergänzt sich prima - nur nicht zum wohle des online-journalismus wie mir dünkt
  • sievers, sievers - nunja, er war da, hat irgendwie mitgeredet, aber ohne ihn wär’s wohl auch gegangen, nichts für ungut
  • das gleiche gilt übrigens auch für die einzige weibliche vertreterin, frau may, die ja blogs schreibt und autoren hat; naja, sie ist ja noch nicht lange dabei, hat die falschen leitfiguren und begriffe lernt man - hoffentlich - mit der zeit; meistens tut sie mir leid
  • prof. dr. donsbach: betrachtet wenigstens nicht alles zu engstirnig und schaut auch mal eher über den tellerrand als jörges, er spricht auch mal von blogs, selbst wenn es ja nur um journalismus im www geht. er weiß auch eine gute einteilung der blogs, prima! es sind im grunde drei arten, okay - von vielschichtigkeit reden wir lieber nicht…
  • thomas knüwer war in ordnung, eigentlich schwer in ordnung. er war irgendwie mit dem richtigen herzblut dabei; naja, und da der moderator 7 leutchen zu dirigieren hat, konnte knüwchen sich auch mal zwischendurch verhör schaffen, wär aber auch zu langweilig geworden, wenn nicht!
  • don alphonso - meist habe ich nur über ihn gelesen, statt etwas von ihm, jetzt habe ich ihn sogar gesehen und gehört - wobei don, du warst ziemlich ruhig, hättest wohl eigentlich auch mehr auf de kagge haun können, altes haus ;o)
  • unser armer moderator frisch, öhm… auch wenn es so aussah, dass er es teilweise nicht im griff hatte, besser als mancher talkshow-dirigent war er schon, 7 leute sind ja auch zu viel, muss man verstehen

ist eigentlich was bei der diskussion herausgekommen? *räusper* wer hier ergebnisse erwartet hat, wurde wohl leidlich enttäuscht. podiumsdiskussionen sind auch nicht dazu gedacht, einen konsens zu finden, nö, eher nur um zu zeigen, wie verschieden man doch ist, und dass man es eben mal gesagt hat, und man danach nach hause geht und seiner frau erzählt, wie oberaffengeil man doch war und man es dem anderen mal so richtig gezeigt hat. hat? “hätte” wohl eher, es “hat” ja niemand. irgendwie sieht es doch so aus, dass blogger, journalisten und die hybridwesen dazwischen sich eh nie einig werden, schon gar nicht bei themen, die vielleicht eh keine einigkeit bedürfen.

wie wurde es so schön angedeutet? der markt regelt das schon von selbst, ist ja ganz liberal und so. ist ja auch richtig so, denn der markt wird doch nicht nur durch verlage oder blogs gebildet, hey leute! aufwachen!!! auch wir als leser sind ja wohl entscheidend, wir sind die konsumenten. und wenn uns nicht nach printmedien und deren online-ableger ist, dann ist das so, wenn wir keine blogs lesen wollen, ist das ebenso. wenn wir lieber unser erstes leben am einschaltknopf des rechners abgeben, dafür lieber uns auf virtuellen gesellschaften rumtreiben wollen, so geschieht das eben (wird heut unter soziale netzwerke verbucht - und don hat [leider] treffend erkannt, wie es weiter geht]).

vielleicht gehen die medien unter, vielleicht die blogs. mag sein, dass es eine renaissance geben wird, eventuell aber auch nicht. können wir das beeinflussen? also wir als sogenannte medien- und meinungsmacher?

zwingen wir in einer art terrorregime von verlegern und bloggern die menschheit dazu, uns zu lesen? können, nein dürfen wir das überhaupt?

sie reden die ganze zeit darüber, ob regeln der alten schule auf die neuen medien übertragen werden sollen, ob wir alle quasi uns vorverpflichten den pressekodex anzuerkennen und danach zu handeln (wohl weislich, dass eben damals bis heute dagegen oft verstoßen wurde, ohne nennenswerte folgen). ja, der kodex ist gut, aber das arbeiten danach ist schlecht. wie sag ich immer: die idee ist gut, nur an der ausführung hapert’s. das war schon immer so, sozialismus/kommunismus zB war auch keine schlechte idee, doch wurde eben viel falsch gemacht.

wichtiger ist doch, dass im internet auch gar keine anarchie in dem sinne vorherrscht, wie uns die journalisten und medienhäuser es weißmachen wollen. das www ist doch auch nur eine ausprägung der menschlichen gesellschaft, wie sie auch im realen leben auftaucht. es ist halt alles größer, für den einzelnen etwas unüberschaubarer.

aber die masse irrt sich nicht, die masse regelt sich selbst, fehltritte werden nicht geduldet und recht schnell eliminiert. war schon immer so.

immer diese schreie danach, es gäbe ja zu viel radikalismus, extremismus, faschismus, kinderpornografie und gewalt. und das gerade im netz. klar gibt es sie da! auch! wie überall im leben…

wovon berichten die zeitungen zB fast jeden tag? na von nix anderem als dem eben aufgezählten. und nun haben sie angst davor? seltsam.

wacht doch mal auf! der journalismus wird (weiterhin) funktionieren, auch online. nur halt nicht immer so, wie es der einzelne manchmal gerne hätte. und einzig daran stört ihr euch doch!

ihr habt doch nur angst, weil im www eben jeder das stück weiße blatt papier nehmen kann, es beschreiben und bemalen kann und… es eben auch jedem, aber wirklich jedem zeigen kann! ihr habt angst, weil ihr das nicht kontrollieren könnt, weil ihr nicht mehr allein seid.

tja, die meinung bilden heute eben viele, und jeder seine eigene.

jeder hat mittlerweile die werkzeuge in die hand bekommen, SELBST zu bestimmen, was er wissen will und wie er an dieses wissen gelangt. ihr habt uns doch den weg gezeigt, und seid nicht traurig, dass wir ihn gehen.

wie hätte es jetzt im star trek-universum gehießen: eure rasse wird assimiliert…

[inspiriert durch: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10]
[gute übersicht zum thema gibt es hier]


passend dazu:
verschlagwortet mit: , , , , , ,
2008dash01dash13


[bp] wie blogge ich denn? [27]

06:03 uhr

auf webmasterwatchblog startete jüngst eine blog-parade zu dem thema “wie bloggt ihr?”. (via: blog-parade.de)

naja, die themenvielfalt bei paraden ist zwar sonst nicht der hit, aber diese hier könnte gut für eine statistische erhebung unter bloggern fungieren.

so, nun mache ich mich aber mal an die fragen:

  1. Welche Blogsoftware verwendet ihr bzw. bei welchen Bloganbieter seid ihr angemeldet?
    - ganz klar, wordpress als eigene installation. (mein allererstes system war das plog, heute lifetype)
  2. Wie seid ihr auf die Blogsoftware/den Anbieter gestoßen?
    - oh jee, wie genau das damals vonstatten ging, weiß ich gar nicht mehr, ich habe einfach nach alternativen gesucht und bin dann über wp gestolpert, durch die gute entwicklung und verbreitung blieb ich dabei.
  3. Welche Vorteile hat ihre Blogsoftware/ihr Anbieter?
    - wie oben schon angedeutet:

    • sehr gute entwicklung, verbesserung, schnelle bugfixes
    • viele plugins (manchmal zu viele, aber man kann dann testen, was einem passt)
    • für anfänger auch viele themes (später schreibt man sich seine eigenen)
    • meist gute und schnelle hilfe
    • stabiles system, recht gute übersetzung (zumindest deutsch), recht kompatibel zu fast allen webhostern
    • kostenlos
  4. Welche Nachteile sind euch aufgefallen?
    - nunja, ich will nicht behaupten, wp hätte keine nachteile, aber die meisten fallen kaum ins gewicht.
    - genannt sei, dass oftmals mit größeren versionssprüngen so einige plugins erst einmal nicht funktionieren, oder fehlerhaft. wenn man aber entweder auf das plugin verzichten oder halt mit dem update warten kann, ist es nicht so schlimm. (im zweifelsfall geht ein kritisches update VOR dem verspielten plugin!)
  5. Wie viel Zeit investiert ihr ins Bloggen pro Tag?
    - zeit, zeit… zeit? wasn das? nunja, nach längerer pause habe ich erst wieder angefangen, und die euphorie ist dann noch am größten, denke ich. ich versuche erst einmal 1 bis alle 2 tage etwas zu schreiben, und wenn es müll ist. bei diesem blog hier darf ich das ohnehin, mein hirnschmalz, mein gedankenschrott. natürlich lege ich auch wert auf qualität, wo auch immer sie dann für euch liegen mag. von daher mag es dann auch ma sein, dass vielleicht einige tage pause zwischen den beiträgen ist, aber verschnaufen muss jeder mal. achja, reales leben lässt einen auch nicht immer bloggen. ^^
  6. Wie viele Besucher habt ihr pro Tag durchschnittlich?
    - die frage ist für mich nach dem neuaufsetzen eines blogs noch nicht so relevant. die statistiken der ersten tage sagen, dass min. 10 und bis zu 40/50 am tag vorbeischauen. da ich die feeds noch nicht genau analysiert habe, kann ich zur gesamten leserschaft keine genau auskunft geben. (das mit den feeds ärgert mich ohnehin, da man feedreader und feed”grabber” kaum unterscheiden kann, beide tun ja erstma das gleiche: sie greifen mein feed ab)
  7. Wie viel verdient ihr pro Monat mit eurem Blog?
    - dies ist eine freiwillige frage, die ich aber ganz einfach auch beantworten kann: ich verdien nüx damit!!! ich bin kein a-blogger, der es darauf anlegen könnte, seine leserschaft mit werbung zuzudröhnen oder bezahlte artikel schreiben könnte. beides ist mE kontraproduktiv, da sich so eine romantische einstellung eingebürgert hat, man dürfe als blogger sich nicht in abhängigkeiten bewegen und leser nicht verärgern. ~ nee, ich bin selbsternannter z-blogger, ich fange von hinten an, stehe auf der anderen seite, dennoch ohne mich finanziell zu prostituieren.

so, ich habe fertig, paul!


passend dazu:
verschlagwortet mit: , , ,
2008dash01dash11


z-blogging ist cool [1]

15:39 uhr

oder: warum man sich dem schwanzvergleich nicht hingeben muss

nicht wirklichmit dem gedanken habe ich mich ja schon länger beschäftigt, ausgesprochen wurde es schon viele male; jetzt auch wieder.

in der babbelblase der blogs wird wieder einmal darüber philosophiert, dass a-blogger nicht immer das gelbe vom ei sind. hmm, nunja, was sind sie dann? die eierschale, die alles zusammenhält? sicher nicht.

wenn ich nach einem grund suchen müsste, würde ich vielleicht antworten, dass diese leute eben die szene bewegen und profiliert haben. ohne sie hätten wir sicher gar nicht die blogosphäre, wie wir sie kennen, oder doch? mutmaßen können wir viel, aber eine definitive antwort werden wir nicht erhalten. (hat jemand die kristallkugel des webs?)

nachdem ich mich schon abermals belesen habe, wie ich denn ein erfolgreicher blogger werde (so denn ich möchte), oder wie ich ein blog starte, und das am besten richtig, bin ich bei rivva auch über einen artikel gestolpert, der sich über die a-blogger auslässt - und das auch mit dem kleinen fazit, dass traffic durch links nicht immer von den allseits bekannten weblogs kommt. warum sollte es auch? wie komme ich denn als nischenblog an meine leserschaft? sicher nicht, wenn ich spreeblick verlinke, die eh grad frisch gestrichen haben. [link siehe unten] ;o)

wirres eigentliches fazit ist zwar ein anderes, aber das dürft ihr dann selbst nachlesen, link ist ebenso unten.

aber die aktuelle diskussion bringt mich doch wieder dazu, mich damit zu beschäftigen, wie man sich denn mit seinem eigenen blog positionieren möchte und kann. wie viele blogs muss ich quasi aufmache, um nicht ein allgemein-blog zu kreieren, was am ende eh keine sau interessiert - sorry, kein schwein (es soll ja auch männliche leser geben).

zweite frage ist: will ich ein a-blogger werden? klare antwort: nö!

wozu auch? da habe ich mich mit massig spam rumzuschlagen, muss gegenmaßnahmen in angriff nehmen, die kommentarflut macht mich schier wahnsinnig (was ich zwar ohnehin schon, aber ich muss das nicht ausweiten), stehe unter verlinkungsdruck, muss fleißig selbst kommentieren und lamentieren, um nicht unterzugehen, und so weiter und so fort…

klingt doch nach reichlich stress, werde bei der agentur den vorschlag unterbreiten, dass blogger eine anerkannter beruf sein muss, ausbildungsplätze ließen sich garantiert finden. nur: verdienen? geht wohl auch nicht so recht.

der vorzug des a-bloggers: seine notgeilheit bezüglich besucher, traffic und links wird gestillt, höhenflüge bleiben sicher nicht aus - entsteht da oben an der spitze eigentlich auch eine art wettstreit? da gerade ja männer die meistvertretene klientel des bloggens sind, dürfte ein machtkampf nicht ausgeschlossen sein. wenn nicht offen, dann doch bestimmt im inneren. das ego will befriedigt werden, gerade wenn kein ersatz da ist. haben diese nerds eigentlich einen partner…? (rhetorische frage!)

und der gemeine leser, der zum größten teil doch eh nicht gebunden ist, interessiert sich nicht einmal für die ränke der a-blogger, geschweige denn, dass er sie wirklich mitbekommt. die anderen hunderte bis tausende stammleser sind dann wiederum selbst blogger und spielen fleißig mit. bah! wie eklig!!!

sicher, gern gelesen wird jeder, aber die frage ist doch vielmehr, was man dafür macht - krampfhaftes herbeiführen bringt sicher nicht den genuss…

angeregt durch: wirres; spreeblick, und weitere

PS: ich scheiß auf toplisten und rankings - werde mich auch nicht darum kümmern, noch ein bein dafür ausreißen wollen. so lange ich irgendwie gefunden werde, ist’s mir recht.


passend dazu:
verschlagwortet mit: , ,
2008dash01dash09