jaja, auch ich habe mir das spektakel “bundesvision song contest” angetan. und ich bin gar nicht mal so traurig, was das musikalische betrifft zumindest.
vorab: der sieger war subway to sally aus brandenburg mit dem titel “auf kiel”. klar, ein wenig stolz bin ich darauf, bin immerhin gebürtiger brandenburger und berlin hat einfach auch mal die falsche band zum contest hingeschickt. oder culcha candela hat einfach das falsche lied präsentiert. ich weiß es nicht, es war peinlich in meinen augen.
es war ohnehin gemischt, was da so lief. zu sagen wir mal ca. 33 % war in meinen augen vernünftig. es wird etwas rockiger in deutschland, dass es deutscher geworden ist, fiel mir schon früher auf. und für den vertreter unserer nation ist es wohl nicht verkehrt, wenn er auch unsere sprache vertritt. damals beim grand prix war es schon irgendwie gang und gäbe, aber als es in den ESC umgetauft wurde, schwand schon bei vielen nationen die sicherheit bezüglich ihrer muttersprache und mensch berief sich auf international leicht verständlichen kauderwelsch in englisch.
meine weiteren favoriten waren noch: panik (ehemals nevada tan) und gerade so am rande noch peilomat. gut, jenny rostock fand ich auch nicht so verkehrt. hatte irgendwie ‘nen touch von nina hagen. vielleicht die kleine schwester oder so. witzig jedenfalls.
gänzlich anders sieht es da popkulturjunkie, der eher andere musik bevorzugt. er hat aber eben live gebloggt und jene, die dieses ereignis nicht gesehen haben, können dort quasi nachlesen, was passierte. achtung, von unten nach oben lesen!
auch spiegel online hat berichtet, sieht aber alles kritischer und ziemlich schwarz. gespaltene nation, ost gegen west, nord gegen süd, kleinstaaterei und so weiter und so fort, so lautet das fazit aus dem artikel.
klar, einen großen kritikpunkt sehe ich auch, ist mir beim voting schon schwer aufgestoßen und beim auszählen der punkte noch mehr. mensch hätte nicht das eigene bundesland mit punkten hochjubeln dürfen. war doch klar, dass (fast) alle länder sich selbst die 12 punkte zuschustert. das hätte es nicht geben dürfen… das zog den wettbewerb unnötig ins lächerliche. nur ein land hat da eine ausnahme gemacht, es war NRW, aber die sisters waren in meinen augen auch nicht so der hit. (berlin hätte sich auch nie und nimmer 12 oder mehr als 5 punkte gar geben dürfen, es war halt grottig!!!)
vielleicht wird raab beim kommenden contest nächstes jahr das voting grundlegend überdenken und verändern. so kann es nicht wirklich weitergehen.
mein eigenes fazit: musikalisch teilweise interessant, vom 12-punkte-dilemma mal abgesehen auch ein spannende punktevergabe. interessanter weise hatten ja chlusoe und subway to sally nix wirklich gemeinsames, lieferten sich aber eben ein kopf-an-kopf-rennen.
ich finde, der gewinner ist ein würdiger vertreter, sie singen deutsch, es ist was rockiges und nicht so langweilig verschmuster kram. und schlechter als die bisherigen kandidaten für den grand prix/ESC sind sie gewiss nicht. hoffen wir mal, dass sie uns dann auch einen vernünftigen platz ergattern…















