nullnull-blitz #1 [3]

11:34 uhr

auf dem stillen örtchen können einem ja die interessantesten ideen kommen.

und im nachhinein fragt mensch sich, warum eigentlich noch keine andere sau darauf gekommen ist.

hier meine erste öffentliche idee, auf die ich weder patente noch rechte haben will:

wieso gibt es eigentlich noch keine vernünftige messenger-software, womit mensch nicht nur chatten, telefonieren und cammen kann (also mit der webcam eine audio/video-verbindung zum gesprächspartner aufbauen, nicht kämmen!), sondern - und das wäre eigentlich das novum schlechthin im webzwonulligen zeitalter des internet - auch gleich videos von den einschlägigen portalen wie youtube, sevenload und co. direkt im videofenster anzeigen kann.

aussehen könnte das so, dass unter dem videofenster für die eigene ansicht noch ein eingabefeld für den videolink ist. (während des abspielens sieht mensch sich selbst dann nicht, oder es wird so bild-im-bild - genaue umsetzung wäre hier imho egal erst einmal.)

der andere sieht dann auf seiner seite im oberen videofenster (also da, wo immer der gesprächspartner angezeigt wird) das video (bild-im-bild-option wie oben nicht ausgeschlossen).

videochat mit streaming

das video in den gesprächsverlauf zu integrieren fänd ich doof, und auch ein separates fenster ist unpraktikabel.

achja, die erste software könnte eigentlich google selbst rausschmeißen, denn die müssten dann halt nur GTalk aufbohren und dieses feature implementieren, denen gehört doch immerhin youtube (war da nicht noch ‘n zweites videodingens von denen?).

so spart man sich eigentlich das austauschen des videolinks und das nervige ich-muss-dann-mal-eben-den-browser/tab-öffnen-quatsch. (der link kann auf der anderen seite zum abspeichern dennoch angezeigt werden).

wie ich eigentlich (mal vom klogang abgesehen) auf diese idee kam? ganz einfach, da chattet mensch grad fröhlich, ist nebenbei auf videoseiten und will mal eben das video zeigen, nun schickt mensch ja erst den link rüber, der andere macht den auf und schaut das video. während dessen sieht der erste die reaktionen auf das video, und mensch tauscht sich aus. warum also sollte dieses prozedere nicht vereinfacht werden und ins IM-fenster geholt werden?

außerdem wäre das mE eine nützlichere erweiterung von messengern als das seltsame zeugs, welches ohnehin nur in der letzten messi-ecke verstaubt und keine sau nutzt.

interessant wäre noch die frage: sollte das video von A nach B durchgestreamt werden, oder jeder teilnehmer separat den videostream von der quellseite beziehen? für den gleichzeitigen genuss wäre durchschleifen vom initiator eigentlich sinnvoller, andererseits ist separieren schonender für die bandbreite des initiators denke ich. hmm, darum sollten sich sowieso die progger der messenger mal die köppe zerbrechen.

erweitern könnte man die technologie dann noch damit, dass echtzeitstreamings auch funktionieren, sprich: “wir guggen mal eben den börsen-stream gemeinsam” oder so ähnlich.

abschließende frage: wieso gibt’s denn sowat eigentlich noch nich? oder kenn ich den messenger noch nicht? ist die idee zu verrückt? (find ich ja nicht, wenn man sich so umschaut, was sonst so rausgeworfen wird…)


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2008dash03dash17


Gott sein [0]

05:32 uhr

Gott seinStell’ dir vor, du bist Gott, und keiner weiß es.
Und stell’ dir vor, du sagst es, und niemand glaubt dir.
Nun stell’ dir vor, du beweist es, und keiner begreift es.
Was tust du?

Handelst du eigennützig? Oder hilfst du den Menschen, trotz ihres Unglaubens?
Bewirkst du Gutes? Oder machst du Böses?
Doch wer wird das Maß sein, an dem gemessen werden kann, ob du nun Positives oder Negatives vollbringt? Ob du schadest oder hilfst?

Beurteilst du nach eigenem Ermessen, so ist der Wert von keinerlei Bedeutung, denn du bist schließlich Gott. Aber lässt du die Meinung der Menschen zum Urteil dafür werden, so bist du letztendlich auch nur ein Mensch, einer von ihnen. Denn sie selbst als gottlose Geschöpfe können und sollten die Taten eines höheren Wesens nicht beurteilen. So wären sie schließlich selbst doch gottgleich. Und dies wäre ein Widerspruch in sich.

Wenn sich aber deine Kraft, deine Wunder nicht bemessen lassen – da ja deine Meinung unbedeutend, aber die der Menschen unerheblich ist –, so wären diese Taten doch wertlos. Und demzufolge also nicht göttlich.
Du bist also Gott und doch kein Gott – ein Paradoxon?

Oder ist gar das Paradoxe daran das Göttliche?


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2008dash01dash04