z-blogging ist cool [1]

15:39 uhr

oder: warum man sich dem schwanzvergleich nicht hingeben muss

nicht wirklichmit dem gedanken habe ich mich ja schon länger beschäftigt, ausgesprochen wurde es schon viele male; jetzt auch wieder.

in der babbelblase der blogs wird wieder einmal darüber philosophiert, dass a-blogger nicht immer das gelbe vom ei sind. hmm, nunja, was sind sie dann? die eierschale, die alles zusammenhält? sicher nicht.

wenn ich nach einem grund suchen müsste, würde ich vielleicht antworten, dass diese leute eben die szene bewegen und profiliert haben. ohne sie hätten wir sicher gar nicht die blogosphäre, wie wir sie kennen, oder doch? mutmaßen können wir viel, aber eine definitive antwort werden wir nicht erhalten. (hat jemand die kristallkugel des webs?)

nachdem ich mich schon abermals belesen habe, wie ich denn ein erfolgreicher blogger werde (so denn ich möchte), oder wie ich ein blog starte, und das am besten richtig, bin ich bei rivva auch über einen artikel gestolpert, der sich über die a-blogger auslässt - und das auch mit dem kleinen fazit, dass traffic durch links nicht immer von den allseits bekannten weblogs kommt. warum sollte es auch? wie komme ich denn als nischenblog an meine leserschaft? sicher nicht, wenn ich spreeblick verlinke, die eh grad frisch gestrichen haben. [link siehe unten] ;o)

wirres eigentliches fazit ist zwar ein anderes, aber das dürft ihr dann selbst nachlesen, link ist ebenso unten.

aber die aktuelle diskussion bringt mich doch wieder dazu, mich damit zu beschäftigen, wie man sich denn mit seinem eigenen blog positionieren möchte und kann. wie viele blogs muss ich quasi aufmache, um nicht ein allgemein-blog zu kreieren, was am ende eh keine sau interessiert - sorry, kein schwein (es soll ja auch männliche leser geben).

zweite frage ist: will ich ein a-blogger werden? klare antwort: nö!

wozu auch? da habe ich mich mit massig spam rumzuschlagen, muss gegenmaßnahmen in angriff nehmen, die kommentarflut macht mich schier wahnsinnig (was ich zwar ohnehin schon, aber ich muss das nicht ausweiten), stehe unter verlinkungsdruck, muss fleißig selbst kommentieren und lamentieren, um nicht unterzugehen, und so weiter und so fort…

klingt doch nach reichlich stress, werde bei der agentur den vorschlag unterbreiten, dass blogger eine anerkannter beruf sein muss, ausbildungsplätze ließen sich garantiert finden. nur: verdienen? geht wohl auch nicht so recht.

der vorzug des a-bloggers: seine notgeilheit bezüglich besucher, traffic und links wird gestillt, höhenflüge bleiben sicher nicht aus - entsteht da oben an der spitze eigentlich auch eine art wettstreit? da gerade ja männer die meistvertretene klientel des bloggens sind, dürfte ein machtkampf nicht ausgeschlossen sein. wenn nicht offen, dann doch bestimmt im inneren. das ego will befriedigt werden, gerade wenn kein ersatz da ist. haben diese nerds eigentlich einen partner…? (rhetorische frage!)

und der gemeine leser, der zum größten teil doch eh nicht gebunden ist, interessiert sich nicht einmal für die ränke der a-blogger, geschweige denn, dass er sie wirklich mitbekommt. die anderen hunderte bis tausende stammleser sind dann wiederum selbst blogger und spielen fleißig mit. bah! wie eklig!!!

sicher, gern gelesen wird jeder, aber die frage ist doch vielmehr, was man dafür macht - krampfhaftes herbeiführen bringt sicher nicht den genuss…

angeregt durch: wirres; spreeblick, und weitere

PS: ich scheiß auf toplisten und rankings - werde mich auch nicht darum kümmern, noch ein bein dafür ausreißen wollen. so lange ich irgendwie gefunden werde, ist’s mir recht.


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2008dash01dash09