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erinnerungen

todestag-papa

schon drei jahre ist es her…

ich wusste, dass der tag heranrückt, aber man kann sich ja immer gut mit allem möglichen ablenken. dank google wird man dennoch an tage erinnert. an tage, an die man sich nicht unbedingt erinnern möchte, nicht gerne jedenfalls. aber auch tage, die man nie vergessen sollte, nicht darf!

es ist mehr als nur einfach ein tag eines verstorbenen. es ist eine mahnung daran, wie schlecht die welt sein kann, wie ungerecht, wie böse.

seine zeit war noch nicht gekommen, man hat sie ihm einfach gestohlen. ohne grund.

und ich frage heute noch: warum?!?


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Quinquesententia

*** pars 1 ***

I.

Verlorene Liebe, verlorenes Glück;

Verlorenes Leben.

Lethargie befällt mein Herz.

Unfähig, etwas dagegen zu tun.

Wofür lebe ich? Warum?

II.

Die Antwort entfernt tausend Stück.

Sinnloses Streben.

Geist erfüllt vom Schmerz.

Und doch nicht soweit zum Ruh’n.

Ich will und kann nicht mehr und muss darum.

III.

Mein Körper eine Hüll’ mit Tück’;

Zum Handeln eben.

Ohne Wille fließt mein Erz.

Und will doch nach dem Willen eig’ner Run’.

Die Zeit, sie läuft davon - geht um.

Mephistopheles.

So genieß’ das Leben - eben drum!

*** pars 2 ***

I.

Ich muss mein “Leben” umstellen.

Die Liebe geht an mir vorbei.

Eremitenhaftes “Leben” fristen.

Ideologische Befangenheit.

Die Religion steht an erster Stelle.

II.

Keiner kann sich zu mir gesellen.

Hass anderer ist mir - jetzt - einerlei.

Erwähnt auf des Gevattern Listen.

Doch zum Holen ist zu früh die Zeit.

So muss ich “leben” auf der Schwelle.

III.

Wozu warte ich und geh’ nicht zur Hellen?

Die Welt der Phantasie und Malerei!

Wann werde ich gebracht zu den ander’n Kisten?

Ich suche Ruhe und Sorglosigkeit.

Wann kommt sie, die Nexus-Welle?

Mephistopheles.

Das Fegefeuer ist schon zur Stelle, auf die Schnelle!

*** pars 3 ***

I.

Was soll ich machen?

Bin gefangen im eigenen Netz.

Soll ich mich der Betörung hingeben?

Oder nach “Possiblien” suchen?

Ich weiß es nicht!

II.

Zum Weinen und Lachen!

Ist mir zumute in dieser Hetz.

Fragen stehen Rätseln neben.

Könnte mich dafür selbst verfluchen.

Oh, rotes Schattengesicht!

III.

Verschluckt hat mich der Schicksalsrachen.

Die Zähne reißen mich in Fetz’.

Im Traum find’ ich mich unter gold’nen Reben.

Bin gehüllt in blauen und roten Tuchen.

Auf der Suche nach Wahrheit, Gottes Licht.

Mephistopheles.

Willst du, dass dein Geist mit den Gesetzen bricht?

Wenn ja, - so sei’s gewiss - bist du ein Wicht!

Komm’ zu mir, mein Bruder; vergiss’ mich nicht.

Denn da, auf der Erde, der Lügenschleier so dicht.

Und nur hier “unten” ist des Wahrheits Gericht!


» passend dazu:
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(rot)

 


       ~ I ~         

Ich bin allein - um-
geben von Freunden,
die mir doch bekannt
- jeder ein Frage-
zeichen auf einer
Karteikarte mit Daten
- die sagt nichts;
nicht, wie ein Mensch
ist.                 

       *******       

Nicht aus Furcht bin
ich verschlossen -
sondern aus Miss-
trauen - denn sie
sind wie dunkle
Schwarze Löcher:
saugen alles auf, was
ich gebe - in Händen
halte, bis sie mich
hineinziehen - und
der Augenblick ins
NICHTS dehnt sich ins
Unendliche - so dau-
ert ein Tag des Todes
ewig.                

Woher weiß ich, ob
die Sterne nicht lü-
gen? versprechen mir
das Blaue vom Himmel
- obwohl es dunkel
ist - und sind die
Sterne weit vonein-
ander, dass viel
Platz dazwischen -
für
Schwarze Löcher...   

Ist mein Freund nicht
ein Schattenfreund?
mein Feind - ein
Engel der Erlösung?
Beide Gesandte des
Untergrundes -
HÖLLE!
Die Tore des Hades
öffnen sich für je-
den, der hineingeht -
auch für mich - der
Pfad dorthin so
schmal, dass ich
nicht umkehren kann -
außerdem stehen
Schatten hinter mir -
leiten mich auf dem
Weg - dem richtigen. 

Und dann bin ich drin
- für immer - Das Tor
ist groß - ein Spitz-
bogen wie gotischer
Bau - das Kirchen-
portal...
nur VERSUCHT das
Licht einzudringen -
doch an der Schwelle
weicht es - den Weg
ins Dunkel geht man
nicht nur einmal -
man geht ihn immer -
allein.              

      ~ II ~         

Das Tor schließt sich
- die Schatten hinter
mir schreien - ver-
sprechen das Heilige,
an das ich doch nicht
glaube - glauben will
- doch sie meinen:
beschwatzen sie mich
lange genug, so glau-
be ich es doch - die
Menschenseele ist
schwach...           

Bin ich noch ein
Mensch? wann nicht?
wann war ich einer?
war ich überhaupt?
Im Inneren ist es
dunkel, aber die
Feuer brennen - es
ist heiß, aber die
Flammen sind kalt -
EISFEUER.            

      ~ III ~        

Ich weiß nicht - es
schmerzt - ob es kalt
ist oder heiß - kein
Gefühl - es ist keine
wohlige Wärme, wie
man sie verspürt am
knisternden Kamin -
der Winter der Wüste,
der Sommer des
Nordens...           

HEULEN
   STÖHNEN
      SCHREIE
        ...überall...

Grausames Tatwerk des
Lebens - und alle ha-
ben sie es verdient -
haben es nicht, doch
aber ICH!
Selbst der Geköpfte
zeigt mit dem Finger
auf mich, stiert aus
dem abgehackten Kopf
und brüllt Flüche
über mich - sie ALLE
müssen es wissen.    

Ich höre Stimmen -
sie klagen mich an:
WARUM? -
Ich weiß es nicht... 

Nur der Gottvater in
der Unterwelt ist der
Wahrheit nah. Er weiß
auch: Wer bin ich?
Die Antwort - erhält
jeder nur, wenn er
fragt: Wer war ich?
Erkenntnis geht über
Tod.                 

       *******       

"Ich bin gekommen,
um zu gehen. Ich bin
geboren, um zu ster-
ben. Allein..."      

LVXETOBSCVRITAS-EGOSV
M-EGOREQVIESCO,NAMEGO
SVMDEVS,ERGOABSOLVTVS
QVEÆTERNVS.          

EGOSOLVMSVM,SECVMVIVO

"OMNESIGNICREMANT"
IGNIPOTENSDICIT.     

EGOINOMNETEMPVSERONAM
SVMMORTVVSITAQVEANIMV
SMEVSTERRESTRISTÆTERN
VSSANCTEVIVIT.       

    [CSG-I-IV-MM]    

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